Kulinarische Weltreise – Frankreich – Zwiebel-Tarte

Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise" von @volkermampft hält in Frankreich

Unter Leitung von Reiseleiter Volker geht es kulinarisch im Mai nach Frankreich.

Ich muss ja echt zugeben, dass mein Verhältnis zu Frankreich schon zerrüttet ist, seit ich meiner Französisch-Lehrerin in der siebten Klasse zum ersten Mal begegnet bin und es hat sich nie wirklich gebessert (ich habe der Sprache mehrmals eine zweite Chance gegeben, aber sie hat sie nicht genutzt). Zwischendurch war ich auch in Frankreich, auf einer Klassenfahrt und wir haben in einem 40-Personen-Schlafsaal in einem Lycee gewohnt und das Essen dort war nicht wirklich lecker. Was mich damals sehr gestört hat, war, dass, egal wer wie gut auf Französisch bestellt hat, immer ein ‚Pardon?‘ zur Antwort kam, auch bei dem Freund, der es fließend sprach.

Ich habe dann Urlaube in Italien vorgezogen, da die Leute dort einen schon freudig umarmt haben, wenn man versucht hat auf Italienisch mit ihnen zu reden; sie haben auch nie aufgegeben und es wurde mit Händen und Füßen kommuniziert.

Ich war dann tatsächlich nochmal im Elsaß – in 2005 im Val d’Argent – beim Patchworkfestival. Dort hatten wir eine Muttersprachlerin dabei und da lief es dann besser. Da hatte ich dann auch positive, kulinarische Erfahrungen, aber wenn ich meiner Familie Kartoffelgratin mit Munsterkäse aufgetischt hätte, dann hätte ich wahrscheinlich ausziehen müssen.

Mein Sohn hat einen Freund, dessen Oma auf der Île d’Oléron ein Ferienhaus hatte und von dort kamen immer die Erzählungen, das man sich abends reihum zum Aperitif eingeladen hat und es immer leckere Häppchen dazu gab. Die Idee finde ich sehr schön und deshalb gibt es bei mir heute eher ein Häppchen als Weinbegleitung anstatt einer richtigen Mahlzeit. Ich habe mich für eine Zwiebel-Tarte von ‚Chef Mälzér‘ entschieden, die super lecker geschmeckt hat.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Zwiebel-Tarte (Mälzer)
Kategorien: Tim Mälzer, Greenbox, Vegetarisch, Backen
Menge: 6 Portionen

Zutaten

8     Weiße Zwiebeln (ca. 400 g)
4     Rote Zwiebeln (ca. 200 g)
3 Essl.   Olivenöl
      Salz
2 Stiele   Thymian
2 Stiele   Majoran
      Pfeffer
1     Rolle Blätterteig, frisch (Kühlregal, 275 g)
3 Essl.   Creme fraîche
      Pfeffer
1 Essl.   Honig, flüssig
1/2 Teel.   Paprikapulver, edelsüß
      Cayennepfeffer

Quelle

  essen&trinken Für jeden Tag, Heft 10/2012
  Erfasst *RK* 28.09.2012 von
  T. S.

Zubereitung

1. Zwiebeln schälen und in dünne Spalten schneiden. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebeln mit Salz würzen und in der Pfanne bei mittlerer Hitze in 8-10 Min. weich dünsten. Thymian und Majoran grob hacken und untermengen. Mit Pfeffer würzen.

2. Blätterteig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen, den Teigboden mit einer Gabel mehrfach einstechen. Creme fraîche mit Salz und Pfeffer würzen und auf den Teigboden streichen, dabei einen 2 cm breiten Rand lassen. Zwiebeln darauf verteilen, mit Honig beträufeln. Mit Paprikapulver und Cayennepfeffer würzen. Im heißen Ofen bei 220 Grad (Umluft 200 Grad) auf der mittleren Schiene 20-25 Min. backen.

* ZUBEREITUNGSZEIT 1 Stunde

=====

Hier findet Ihr die Zusammenfassung von unserem Reiseleiter Volker.

Meine Mitreisenden nach Frankreich sind (in alphabetischer Reihenfolge ihrer Vornamen):

Britta von Backmaedchen 1967 mit Clafoutis-französischer Kirschauflauf, Éclairs mit Crème pâtissière, Britta von Brittas Kochbuch mit Quiche Lorraine, Axoa de Canard d’Espelette (Baskische Entenhackfleischpfanne), Coq au Riesling, Chouquettes, Carina von Coffee2Stay mit Französisches Käsesoufflé, Carmen von Tanz auf der Tomate mit Le Croque Monsieur, Conny von Mein wunderbares Chaos mit Cannelés Bordelais, Pain Brié, Tarte Dijon, Cornelia von SilverTravellers mit Französisches Gulasch mit Pilzen und Rotwein, Gabi von Langsam kocht besser mit Blanquette de Veau (Kalbsfrikasse aus dem Slowcooker), Michael von SalzigSüssLecker mit Bretonische Vorspeisen aus Concarneau – Vive la France, Nadine von Möhreneck mit Crème caramel (vegan), Nanni von Helden der Vorzeit mit Cuisine francaise: Schoko-Kuchen – Gâteau reine de Saba, Petra von Chili und Ciabatta mit Chinois alsacien – Schneckekueche aus dem Elsass, Fondant au chocolat, Petra von Chili und Ciabatta mit Königinpastetchen mit Kalbsbries und Morcheln – Bouchées à la reine, ris de veau et morilles, Le broufado – Schmorgericht aus der Camargue, Ronald von Fränkische Tapas mit Tarte Tatin, Simone von zimtkringel mit Tarte Bourdaloue, Susanne von magentratzerl mit Galette mit Sardine und eingelegter Zitrone, Gefüllte Artischocken, Kouign patates – Bretonische Kartoffel-Käseplätzchen, Susi von Turbohausfrau mit Radieschenblättersuppe, Sylvia von Brotwein mit Crêpes Grundrezept für Teig und Crêpes Suzette, Französisches Baguette – Das Original selbst backen, Französisches Landbrot mit Sauerteig, Galette bretonne: Grundrezept und „complète“ mit Schinken, Käse, Ei, Tanja von Tanjas bunte Welt mit Crepe Suzette, Tina von Küchenmomente mit Financiers aux myrtilles – Kleine Mandelkuchen mit Blaubeeren aus Frankreich, Französischer Himbeer-Marmorkuchen (Cake marbré framboise), Ulrike von Küchenlatein mit Avocado Tartine mit Banane und Zitrone, Kastenbrot mit Pfeffer und der perfekte Toast, La Mauresque und andere französische Aperitifs, Orgeat-Sirup hausgemacht, Rezension Poilâne: The Secrets of the World-Famous Bread Bakery, Sauerteigbrot im Poilâne-Stil, Straßburger Zwiebelsuppe, Tartine For’Bon, Ulrike von Salon Matilda mit Matcha Macarons, Avocado, Lemon Curd, Volker von Volkermampft mit Boeuf Bourguignon – das französische Gulasch, Bouillabaisse à la Marseille – die klassische französische Fischsuppe, Le pain au levain – Französisches Weizenbrot, Pain au cafe – Espresso Brot, Pain Marette (pain de campagne) – französisches Weißbrot, Wilma von Pane-Bistecca mit Geroestetes Knochenmark auf zwei Arten – Os a Moelle, Gougeres von Alain Ducasse, Vanilla Caramel Madeleines, Rhabarber Tarte Tatin, Vanilla Souffle

46 Antworten auf „Kulinarische Weltreise – Frankreich – Zwiebel-Tarte“

  1. Ich nehme ein Stück und dazu bitte ein Glas Rotwein. Und dann fühle ich mich wie Gott in Frankreich ? Unsere französischen Nachbarn wissen schon, wie man aus einfachen Zutaten etwas leckeres zaubern kann.

  2. Hallo Katja, sprachlich ging es mir da ähnlich: Mit Französisch habe ich meine ganze Schulzeit hindurch gekämpft, mir dann einen bilingue Schweizer zugelegt und ab da mehr oder weniger alle französischsprachigen Verhandlungen auf ihn abgewälzt. So funktionieren unsere Einkaufsausflüge ins Elsass seit vielen Jahren ganz gut. ?
    Zu einem großen Stück von deiner Zwiebel-Tarte würde ich jetzt übrigens nicht Nein sagen!
    Liebe Grüße
    Simone

  3. Kulinarisch mag ich Italien sehr gerne, aber reisetechnisch war ich von der Abifahrt leicht traumatisiert ;-). Ich sollte dem Land eine zweite Chance geben, es wird Zeit.
    Uns kannst Du jederzeit etwas mit Munster vorsetzen – oder eben ein Stück von dieser feinen Zwiebeltarte.

  4. Das schaut nach einem langen Abend auf Balkonien nach einem sonnigen Tag aus! Wenn man dann ein Stück von diesem Kuchen zur Hand hat, dazu ein Gläschen Wein, dann wird das Leben wohl sofort schön.

  5. Aperitif-Einladungen mit Häppchen? Was für eine schöne Idee! Und dann so ein Stückchen Zwiebel-Tarte – doch, so lässt es sich leben. Ich habe in Frankreich schon sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht und war auch ein paar Jahre nur noch in Italien. Dann haben Freunde von uns in Südfrankreich geheiratet – und ich habe mich ganz neu in das Land verliebt. Und ins französische Essen natürlich.
    Herzlichst, Conny

  6. Liebe Katja,
    das sieht köstlich aus. Vor meinem inneren Auge sehe ich das schon heute am kommenden Wochenende eines lauen Abends auf dem Balkon begleitet von ein, zwei Gläschen Weißwein.
    Meine Französisch-Erfahrungen waren ähnlich, aber ich wollte in der 7. Klasse eigentlich auch lieber Latein lernen – nun gut, rückblickend hatte meine Mutter Recht und heute spreche ich relativ fließend aber nicht perfekt Französisch und habe meine Liebe zum Nachbarland entdeckt.
    Danke für das großartige Rezept
    Carina

  7. Mit den Franzosen hatte ich nie Probleme, die waren wie Deine Italiener immer sehr bemüht und glücklich mit meinem gebrochenen Französisch. Aber so ist das manchmal. 🙂
    Der Zwiebelkuchen sieht toll aus, davon wäre jetzt ein Stück genau richtig.
    Viele Grüße Sylvia

  8. Hallo Katja,
    auch wenn mir die französische Sprache einfach nicht liegt, so mag ich das Land und das gute Essen dort sehr. Mit meiner Familie, den Hunden, einer (oder zwei) schönen Flasche(n) Wein und deiner Zwiebel-Tarte einen gemütlichen Abend auf der Terrasse zu verbringen hört sich nach einem großartigen Plan an 🙂 .
    Liebe Grüße
    Tina

  9. Hallo Katja,
    Deine Zwiebel-Tarte muss ich unbedingt ausprobieren. Spätestens, wenn es bei uns in Franken wieder Federweißer gibt. Danke für die Anregung und viele Grüße
    Ronald

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.